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Wer nach WordPress sucht, will fast immer dreierlei: Inhalte selbst pflegen, wenig ausgeben und nicht von einer Agentur abhängig sein. Alle drei Wünsche sind vernünftig – WordPress erfüllt sie nur nicht besonders gut, es ist bloss die naheliegendste Antwort. Ein eigenes Redaktionssystem löst dieselben Wünsche ohne Plugin-Abhängigkeiten, und der Quellcode gehört Ihnen.
WordPress betreibt einen erheblichen Teil des Webs, hat eine riesige Gemeinschaft und ist für viele Zwecke die vernünftige Wahl. Wer das bestreitet, verkauft etwas. Wir setzen es trotzdem nicht ein – und dieser Beitrag erklärt, warum, ohne so zu tun, als wäre es schlechte Software.
Ein Baukasten-CMS ist für den Standardfall gebaut. Jede Abweichung löst man über Erweiterungen. Eine typische Firmeninstallation im Mittelstand trägt 15 bis 40 Plugins.
Jedes davon ist Software von jemandem, den Sie nicht kennen, mit einem Update-Rhythmus, den Sie nicht kontrollieren, und einem Lebensende, das niemand ankündigt. Genau dort entstehen die meisten gehackten Firmenseiten: nicht im Kern, sondern in der dritten Erweiterung von vorletztem Jahr.
Sicherheitslücken in WordPress selbst sind selten. Sicherheitslücken in Plugins sind der Normalfall.
Jedes Plugin lädt eigenes CSS und eigenes JavaScript – und zwar meistens auf allen Seiten, nicht nur dort, wo es gebraucht wird. Eine gewachsene Installation liefert leicht 1,5 Megabyte aus, bevor der erste Text sichtbar ist.
Dann steht dahinter fast immer einer dieser drei Wünsche:
Alle drei sind vernünftig. Interessant ist nur, dass WordPress keinen davon besonders gut erfüllt – es ist bloss die naheliegendste Antwort.
In WordPress kann jeder Redakteur alles: Text, Layout, Struktur, im Zweifel auch die Startseite zerlegen. Deshalb bekommen viele Firmen nach der Schulung Angst vor dem eigenen System und ändern lieber nichts mehr.
In unserem CMS sieht ein Bearbeiter nur die Felder, die er ändern darf – Text, Bild, Reihenfolge. Das Layout ist nicht gesperrt, es ist an dieser Stelle gar nicht vorhanden. Deshalb braucht die Pflege bei uns keine Schulung.
Der Einstiegspreis ist bei WordPress niedriger, das stimmt. Die Gesamtrechnung sieht anders aus: Plugin-Lizenzen, Update-Pflege, Sicherheits-Nacharbeit, gelegentlich eine Bereinigung nach einem Angriff. Über fünf Jahre gerechnet liegen beide Wege erfahrungsgemäß nah beieinander – nur dass am Ende beim einen ein System steht, das Ihnen gehört.
Der berechtigtste Punkt, und der Grund, warum wir ihn nicht wegdiskutieren: WordPress-Agenturen gibt es überall. Genau deshalb bekommen Sie bei uns den vollständigen Quellcode, Ihre Inhalte in einer normalen Datenbank und einen strukturierten Export auf Zuruf. Wir setzen ausschließlich PHP, MySQL und Linux ein – jedes Entwicklungsteam kann übernehmen.
Der berechtigte Einwand gegen ein eigenes CMS lautet: „Dann sind wir ja an euch gebunden.“ Diese Sorge nehmen wir ernst, und die Antwort ist nicht „vertrauen Sie uns“, sondern:
Ein Wechsel wird damit Arbeit, aber kein Neuanfang. Genau das ist der Unterschied zwischen Bindung und Abhängigkeit.
Die Frage ist nicht „WordPress oder eigenes CMS“, sondern: Ist Ihre Website ein Prospekt oder ein Werkzeug? Für ein Prospekt nehmen Sie WordPress und eine gute Agentur. Für ein Werkzeug, das an Ihrer Warenwirtschaft hängt, ist ein Baukasten die falsche Grundlage – egal, wie viele Plugins es dafür gibt.
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