Warenwirtschaft und Shop verbinden
Drei Wege der Kopplung, was sie kosten und wo sie im Alltag scheitern.
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Eine klar umrissene Fachanwendung kostet 8.000 bis 25.000 Euro, ein vollständiges System mit Warenwirtschaft und Shop 30.000 bis 120.000 Euro. Den Preis treibt nicht die Anzahl der Funktionen, sondern die Anzahl der Sonderfälle. Als Faustregel lohnt sich Entwicklung ab etwa 15 bis 20 eingesparten Arbeitsstunden pro Monat.
Eine einzelne, klar umrissene Fachanwendung beginnt bei etwa 8.000 Euro und reicht bis rund 25.000 Euro. Ein zusammenhängendes System – Warenwirtschaft mit Auftrag, Lager, Rechnung und angebundenem Shop – liegt zwischen 30.000 und 120.000 Euro.
Das ist eine breite Spanne, und sie ist ehrlich gemeint. Wer Ihnen ohne Kenntnis Ihrer Abläufe eine Zahl nennt, nennt entweder eine, die er später korrigiert, oder eine mit einem Risikoaufschlag, den Sie bezahlen.
Die verbreitete Annahme lautet: Mehr Funktionen kosten mehr Geld. Das stimmt nur an der Oberfläche. Zehn Bildschirmmasken sind schnell gebaut. Was Aufwand erzeugt, sind Sonderfälle.
Die eine Regel, die nur bei Stammkunden mit Rahmenvertrag im Dezember gilt, kostet mehr als die zehn Masken zusammen.
Deshalb fragen wir in der Analyse so hartnäckig nach Ausnahmen – und deshalb ist die Antwort „das machen wir immer so, ausser wenn…“ der teuerste Satz in jedem Projekt.
Sie brauchen dafür keinen Berater, sondern vier Zahlen:
| Größe | Beispiel |
|---|---|
| Stunden pro Woche, die für Doppelerfassung, Suchen und Nachfragen draufgehen | 12 |
| Interner Stundensatz | 45 € |
| Arbeitswochen im Jahr | 48 |
| Jährlicher Verlust | 25.920 € |
Wenn eine Entwicklung diesen Aufwand halbiert und 40.000 Euro kostet, ist sie nach gut drei Jahren bezahlt – und läuft danach weiter. Zum Vergleich: Eine Standardlösung mit 39 Euro pro Nutzer und Monat kostet bei fünfzehn Arbeitsplätzen über zehn Jahre rund 70.000 Euro, ohne dass Ihnen am Ende etwas gehört.
Ein Festpreis für ein ganzes Jahresprojekt ist unseriös. Entweder er enthält einen Risikoaufschlag von dreissig Prozent, den Sie bezahlen, oder er wird gerissen – und dann wird gestritten statt entwickelt.
Sinnvoll ist ein Festpreis pro Ausbaustufe. Jede Stufe ist klein genug, um verlässlich geschätzt zu werden, und groß genug, um für sich einen Nutzen zu haben. Sie entscheiden nach jeder Stufe neu, ob die nächste kommt.
Rechnen Sie mit 10 bis 20 Prozent der Entwicklungssumme pro Jahr für Betrieb, Pflege und Weiterentwicklung. Das klingt viel, ist aber deutlich weniger als Lizenzmodelle pro Arbeitsplatz – und es fließt in Ihr System, nicht in das eines Herstellers.
Wichtig: Dieser Posten ist kein Wartungsvertrag mit Mindestlaufzeit. Wer in einem Jahr nichts braucht, zahlt in dem Jahr nichts.
Individualsoftware ist keine Frage des Budgets, sondern der Wiederholung. Was einmal im Jahr passiert, lohnt keine Entwicklung. Was vierzig Mal am Tag passiert, lohnt fast immer eine. Die Grenze liegt erfahrungsgemäß bei 15 bis 20 eingesparten Arbeitsstunden im Monat.
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