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Glossar

Begriffe rund um Unternehmenssoftware – ohne Fachchinesisch

16 Begriffe, die in Softwareprojekten ständig fallen – erklärt so, dass ein Geschäftsführer sie versteht, nicht nur ein Entwickler.

Wir haben diese Erklärungen geschrieben, weil wir sie ohnehin ständig geben. Wenn Ihnen ein Begriff fehlt, schreiben Sie uns – er kommt dann dazu.

Die Begriffe

ERP
Enterprise Resource Planning. Software, die die zentralen Abläufe eines Unternehmens in einem System abbildet: Einkauf, Lager, Auftrag, Rechnung, Auswertung. Der Begriff klingt größer, als er ist – im Kern geht es darum, dass alles an einem Ort passiert statt in fünf Programmen nebeneinander.
Warenwirtschaftssystem
Der Teil eines ERP, der den Weg der Ware abbildet: vom Einkauf über das Lager bis zum Versand an den Kunden. Wer ausschließlich mit physischen Produkten handelt, braucht oft genau das und nicht mehr. Häufig abgekürzt als WaWi.
CRM
Customer Relationship Management. Die Verwaltung von Kunden, Ansprechpartnern, Konditionen und der gesamten Vorgeschichte. Praktisch gesehen die Antwort auf die Frage: Worum ging es beim letzten Mal, als dieser Kunde angerufen hat?
API / Schnittstelle
Eine vereinbarte Sprache, in der zwei Programme miteinander reden. Ohne Schnittstelle muss ein Mensch Daten abtippen – mit Schnittstelle passiert es in dem Moment, in dem es passieren soll. Die verbreitetste Form im Web ist die REST-API.
Single Source of Truth
Der Grundsatz, dass jede Information genau einmal gespeichert wird. Alle Systeme lesen dieselbe Quelle, statt eigene Kopien zu pflegen. Ohne diesen Grundsatz entsteht die häufigste Frage im Betriebsalltag: Welche Zahl stimmt denn nun?
Vendor Lock-in
Die Abhängigkeit von einem Anbieter, weil Daten, Lizenzen oder Formate einen Wechsel technisch oder wirtschaftlich verhindern. Erkennbar daran, dass die Frage „Was passiert, wenn wir kündigen?" keine kurze Antwort hat.
Headless CMS
Ein Redaktionssystem, das Inhalte nur verwaltet und über eine Schnittstelle ausliefert, statt die Darstellung vorzugeben. Sinnvoll, wenn dieselben Inhalte auf Website, App und Kundenportal erscheinen sollen.
Individualsoftware
Software, die für ein bestimmtes Unternehmen entwickelt wird, statt als fertiges Produkt gekauft zu werden. Sie enthält genau die Funktionen, die dieses Unternehmen braucht – und keine, die es nicht braucht. Gegenstück: Standardsoftware.
Standardsoftware
Ein fertiges Produkt, das viele Unternehmen gleichzeitig einsetzen. Günstiger in der Anschaffung, weil sich die Entwicklung auf viele Kunden verteilt. Der Preis dafür: Sie passen sich der Software an, nicht umgekehrt.
Überverkauf
Ein Onlineshop verkauft Ware, die längst nicht mehr vorhanden ist. Entsteht immer dann, wenn der Shop einen eigenen Lagerbestand führt, der nur periodisch mit der Warenwirtschaft abgeglichen wird – zwischen zwei Abgleichen weiß er nichts von den Verkäufen im Laden.
DATEV-Export
Ein Datenformat, über das Buchungsbelege an den Steuerberater übergeben werden. Praktisch der Standardweg, um Rechnungen aus einem eigenen System in die Finanzbuchhaltung zu bekommen, ohne dort etwas nachzubauen.
ZUGFeRD und XRechnung
Zwei Formate für elektronische Rechnungen. ZUGFeRD verpackt die Rechnungsdaten zusätzlich maschinenlesbar in eine PDF-Datei, XRechnung ist ein reines Datenformat und im öffentlichen Auftragswesen vorgeschrieben.
SAD-Format
Der Branchendatensatz der optischen Industrie. Glashersteller liefern darin ihre Kataloge: Glastypen, Basiskurven, Lieferbereiche, Veredelungen, Optionen und Preise. Wer das Format verarbeitet, hat den aktuellen Katalog im System statt in einem PDF.
Tracer
Ein Gerät in der Augenoptik, das die Form der Brillenfassung abtastet. Aus den übertragenen Werten lassen sich Scheibenform, Boxmaß, Umfang und Mindestdurchmesser berechnen – die Angaben, die über Machbarkeit und Glasauswahl entscheiden.
Texterkennung (OCR)
Die maschinelle Umwandlung von Bildern in Text – etwa aus einer abfotografierten Eingangsrechnung. Moderne Verfahren erkennen zusätzlich, welche Zahl der Nettobetrag und welche die Rechnungsnummer ist.
Core Web Vitals
Drei Messwerte, mit denen Google die erlebte Geschwindigkeit einer Website bewertet: wie schnell der Hauptinhalt erscheint, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und wie sehr das Layout beim Laden noch springt.

Reden wir ohne Fachchinesisch?

Genau so führen wir auch das Erstgespräch. Sie beschreiben Ihren Ablauf, wir übersetzen ihn – nicht umgekehrt.