Joomla 3 bekommt keine Updates mehr
Der Sicherheitssupport endete im August 2023. Jede seither gefundene Lücke bleibt offen. Für eine Firmenseite mit Kontaktformular ist das kein theoretisches Risiko.
Joomla ablösen
Der Sicherheitssupport für Joomla 3 ist im August 2023 ausgelaufen. Wer noch darauf läuft, betreibt eine Seite ohne Sicherheitsaktualisierungen – und der Sprung auf Joomla 4 oder 5 ist kein Update, sondern ein Umbau: Template und Erweiterungen müssen neu gebaut werden.
Wenn ohnehin neu gebaut wird, lohnt die Frage, ob es wieder ein Baukasten sein muss. Wir haben diesen Weg selbst gemacht – und für Kunden.
Die Ausgangslage
Der Sicherheitssupport endete im August 2023. Jede seither gefundene Lücke bleibt offen. Für eine Firmenseite mit Kontaktformular ist das kein theoretisches Risiko.
Von Joomla 3 auf 4 oder 5 wandern Inhalte mit, aber Template und Erweiterungen nicht. In der Praxis wird die Seite neu gebaut – nur eben wieder auf einem Baukasten.
Viele Zusatzmodule aus der Joomla-3-Zeit wurden nie portiert. Wer darauf aufgebaut hat – Kataloge, Kleinanzeigen, Formulare – steht ohne Ersatz da.
Die Agentur von damals gibt es nicht mehr, die Zugangsdaten sind verschollen, und jede Änderung fühlt sich an wie ein Eingriff am offenen Herzen.
Eine gewachsene Installation liefert leicht über ein Megabyte aus, bevor der erste Text erscheint. Auf dem Telefon kostet das Besucher, messbar.
Sobald die Website mit Warenwirtschaft, Lager oder Kundenportal sprechen soll, wird jede Baukastenlösung zur Dauerbaustelle aus Zusatzmodulen.
Wie es abläuft
Inhalte, Bilder, Dokumente und Adressen kommen mit. Template, Erweiterungen und Modulkonfiguration nicht. Das ist keine Einschränkung unseres Vorgehens, sondern gilt für jeden Umzug von Joomla 3 – auch für den auf Joomla 5.
Wie viele Seiten, wie viele Bilder, welche Erweiterungen, welche Adressen stehen im Google-Index. Diese vier Zahlen entscheiden über Aufwand und Vorgehen.
Direkt aus der Joomla-Datenbank, nicht über Kopieren und Einfügen. Auch Inhalte aus Erweiterungen lassen sich in aller Regel auslesen – dort steckt meist die eigentliche Arbeit.
Jede alte Adresse bekommt eine dauerhafte Weiterleitung auf ihr neues Gegenstück. Ohne das verfällt, was die Seite über Jahre an Sichtbarkeit aufgebaut hat.
Die neue Seite läuft vorher unter einer Testadresse. Am Umstellungstag wird nur noch umgehängt – das dauert Minuten, nicht einen Abend.
Aus der Praxis
Ein Händler für gebrauchte Maschinen betrieb seinen Bestand über Joomla mit einer Kleinanzeigen-Erweiterung. Genau der Fall, in dem ein Update nicht weiterhilft.
Die eigentliche Frage
Das hängt davon ab, was die Seite können soll. Wenn sie Inhalte zeigt und sonst nichts, ist ein aktuelles Standardsystem eine vernünftige Wahl – dann brauchen Sie uns nicht.
Interessant wird unser Weg, sobald die Seite Vorgänge auslösen oder auf ein Fachsystem zugreifen soll. Genau daran scheitern Baukästen, und genau deshalb landen viele nach ein paar Jahren wieder bei derselben Frage.
Wir haben diesen Weg auch für uns selbst gewählt: Die Seite, die Sie gerade lesen, hat eine Joomla-Installation abgelöst.
Häufige Fragen
Der Sicherheitssupport endete im August 2023. Seither gefundene Lücken werden für Joomla 3 nicht mehr geschlossen. Ob daraus ein konkreter Schaden entsteht, hängt vom Einzelfall ab – aber es ist eine Wette, die Sie jeden Tag neu abschließen.
Kritischer als der Kern sind ohnehin die Erweiterungen: Ein Modul, dessen Hersteller vor Jahren aufgehört hat, bekommt gar nichts mehr.
Nein. Inhalte, Bilder, Dokumente und die Adressstruktur werden direkt aus der Joomla-Datenbank übernommen. In einem Projekt haben wir auf diesem Weg 909 Datensätze und 5.490 Mediendateien übertragen – einschließlich der Inhalte aus einer Erweiterung.
Was nicht mitkommt, ist das Template und die Konfiguration der Module. Das gilt aber auch beim Umstieg auf Joomla 5.
Nicht, wenn die Adressen sauber weitergeleitet werden. Jede alte Adresse bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (Status 301) auf ihr neues Gegenstück. Google überträgt die aufgebaute Bewertung dann auf die neue Adresse.
Was tatsächlich schadet, ist das Gegenteil: alte Adressen, die ins Leere laufen, oder eine pauschale Weiterleitung aller Seiten auf die Startseite. Beides wertet Google ab.
Eine reine Inhaltsseite mit 20 bis 50 Seiten: sechs bis zehn Wochen, wobei der Engpass fast immer die Inhalte sind, nicht die Technik. Kommt ein Katalog, ein Shop oder eine Fachanwendung dazu, sind es drei bis sechs Monate.
Eine Unternehmensseite auf unserem Redaktionssystem liegt üblicherweise zwischen 6.000 und 18.000 Euro. Die Datenübernahme aus Joomla schlägt je nach Menge und Sauberkeit mit 1.500 bis 6.000 Euro zu Buche.
Steckt hinter der Seite ein Katalog oder eine Fachanwendung, bewegt sich das Gesamtprojekt zwischen 20.000 und 60.000 Euro. Was in Ihrem Fall zutrifft, sagen wir nach der Bestandsaufnahme – nicht davor.
Meistens ja. Wir brauchen Zugriff auf die Datenbank oder wenigstens auf den Webspace – beides bekommt man in der Regel über den Hostinganbieter zurück, wenn der Vertrag auf Ihre Firma läuft. Im Notfall lassen sich Inhalte auch aus der öffentlichen Seite selbst zurückgewinnen, das ist nur aufwendiger.
Das ist ein völlig legitimer Weg – und wenn Ihre Seite nur Inhalte zeigt und die Erweiterungen noch gepflegt werden, oft der günstigere. Wir sagen Ihnen das in der Bestandsaufnahme.
Gegen den Aufwand sprechen zwei Dinge: Template und Erweiterungen müssen ohnehin neu gebaut werden, und in einigen Jahren steht derselbe Versionssprung wieder an. Wer diesen Aufwand einmal ausgibt, kann ihn auch in ein System stecken, das ihm gehört.
Anzahl Seiten, Anzahl Bilder, welche Erweiterungen. Mit diesen drei Angaben können wir den Aufwand ziemlich genau einschätzen – im Erstgespräch, kostenlos.